1 Std. Mitte August
Futterkontrolle

Mitte August stellst du nochmal sicher, dass deine Bienen genug Honig für den Winter gesammelt haben. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, musst du deine Bienen zufüttern und ihnen Zuckerwasser geben.

Zusätzliche Infos für Jungvölker und Bienenhalter*innen im ersten Jahr

Mitte August solltest du nach deinen Bienen schauen, ob sie genug Vorräte für den Winter angesammelt haben. Ein Bienenvolk benötigt ca. 15 kg Honig im Winter, wenn es zu dieser Jahreszeit auf mehr als 14 Rähmchen sitzt. Wenn dein Volk recht groß ist und auf 23 oder mehr Rähmchen sitzt, schadet es nicht, einen Vorrat von 20 kg anzupeilen.Um den ganzen Honiginhalt abzuschätzen, kannst du einmal deine BienenBox wiegen oder über das Ziehen der einzelnen Rähmchen den Inhalt aufsummieren.

Honiginhalt wiegen

Honiginhalt schätzen


Am Ende wirst du wissen, ob deine Bienen genug Futter für den Winter haben, und kannst ggf. nachfüttern. Egal, ob du nachfütterst oder nicht, du solltest bis Ende September immer ein freies Rähmchen zwischen Trennschied und letzten bebauten Rähmchen für einen eventuellen weiteren Ausbau belassen. Musst du nachfüttern, rechnest du das fehlende Gewicht an Honig in kg Zucker um und bereitest eine Zuckerlösung vor, die du den Bienen anbietest.
Es ist bestimmt gut, wenn deine Bienen genug Wintervorrat haben, jedoch miss nach, wie viel deine Bienen benötigen. Wenn deine Bienen durch zu viel Zufütterung ein zu großes Lager ansammeln (über 15-20 kg), dann haben sie keinen Platz mehr für die Winterbrut und können keine nötige Volksgröße aufbauen, um gesund über den Winter zu kommen.

Zuckerlösung (Rezept)

Die Zuckerlösung wird für das Winterfutter mit Wasser aus einer 2:3 Lösung hergestellt.Das bedeutet, dass 1 Liter Wasser mit 1,5 kg Zucker vermischt wird. Für das Winterfutter darf der Zucker ausschließlich weiß sein, weil dieser keine Ballaststoffe enthält.Kleiner Tipp: In lauwarmem Wasser löst sich der Zucker besser auf.Achtung: Nicht zu heißes oder kochendes Wasser benutzen. Wikipedia: HMFBesser vertragen die Bienen ihre Zuckerlösung, wenn du 10 % eigenen Honig (nur eigenen Honig bzw. Honig von einem Imker deines Vertrauens) hinzufügst. Das ist wichtig, damit du ausschließen kannst, dass sich im Honig Krankheitserreger befinden. Den Honig erst nach dem Abkühlen der Lösung hinzugeben
Für die Nachfütterung nimmst du eine Futtertasche oder ein Gefäß wie z.B. eine Tetrpak oder einen Eimer. Wie auf der Abbildung legst du darin abgeschnittene Korkstücke, die von den Bienen als Trinkinseln genutzt werden. Ebenfalls kannst du Stroh oder Äste nutzen, die den Bienen als Steighilfe dienen. Das Tetrapak oder den Eimer stellst du am besten auf zwei oder drei leere Rähmchen bzw. Unterträger, um das Gitter nicht zu belasten. Während der Fütterungszeit wird das Jutetuch nach oben oder über die Rähmchen, die das Gefäß halten, gelegt, sodass die Bienen unter dem Trennschied an ihr Essen kommen können.

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Zufüttern mit Futtertasche

Zufüttern mit Eimer

Zufüttern mit Eimer

Du kannst bei einer Fütterung bis zu 7 kg Zuckerlösung anbieten. Um dein Volk vor Räuberei durch andere Bienen oder Wespen zu schützen, solltest du nicht zu oft die BienenBox öffnen müssen (einmal pro Woche) und die Zuckerlösung gegen Abend in die BienenBox stellen. Die Zufütterung sollte bis Ende September beendet sein.

Fluglochverkleinerung anbringen

Ab Mitte August bzw. bei kleineren Völkern schon ab Mitte Juli kannst du je nach Außentemperatur deine Fluglochverkleinerung anbringen. Deinen Bienen fällt es mit der Verkleinerung allgemein einfacher, ihr Flugloch gegenüber feindlichen Wespen oder anderen Bienen zu verteidigen. Achte jedoch darauf, dass bei hohen Temperaturen > 30 °C entweder dein Boden oder dein Flugloch geöffnet sein muss, ansonsten wird es zu heiß in deiner Box. Die Fluglochverkleinerung bleibt jetzt an der BienenBox, bis deine Bienen im nächsten Frühjahr (Ende März) die ersten Blüten einholen.

Fluglochverkleinerung

Fluglochverkleinerung


Achtung: Alle Jahreszeitangaben können sich innerhalb Deutschlands sehr unterscheiden. Am besten, du fragst bei deinem lokalen Bienenpaten bzw. -patin oder im Imkerverein nach, inwieweit die hier angegebenen Zeiten mit den lokalen übereinstimmen.

Räuberei erkennen


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