Einengen des Volkes?

  • #4504
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    Unser Buckfast-Volk hat sich im ersten Jahr auf ca. 24 Rähmchen ausgebreitet und bis vor wenigen Tagen – bevor das Wetter schlecht wurde – noch Pollen herangeschafft. Bei der letzten Durchsicht vor zwei Wochen wurde auch noch gebrütet. Lassen wir jetzt für den Winter einfach alle Waben drin, oder empfielt es sich, den Brutraum zu verkleinern? Ich scheue mich davor, weil auch in den äußeren Waben sowohl Futter als auch Brut zu finden ist. Das mit der Brut sollte sich bald erledigen, aber die Vorräte? Entnommen haben wir in diesem ersten Jahr noch nichts.

    Besten Dank für jegliche hilfreiche Antwort im Voraus von

    Andreas

    #4505
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    Hallo Andreas,

    warum willst du den Brutraum einengen, wenn die Rähmchen alle vom Volk belegt sind?
    Entnommen werden allenfalls leere Rähmchen bzw. Leerwaben, alles andere bleibt drin.
    Wie viel Futter ist im Volk, hast du das schon mal überprüft? Und wie viele Bienen? Auf wie vielen Wabengassen sitzt es?

    Sollten es mehr als ca. 18 kg Futter sein, könntest du den Überschuss für den Eigenbedarf entnehmen.

    Grüße
    Rainer

    #4565
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    Danke für die Antwort! Bei der letzten Durchsicht hatten wir 24 ausgebaute Rähmchen, von denen 16 benutzt werden. Der Rest enthielt nur leere Waben. Die 16 „bewohnten“ Waben enthielten zwischen einem Drittel und der Hälfte verdeckelten Vorrat. Sehe ich das richtig, wenn ich meine, wir könnten damit die Bienen allein lassen?

    Vielen Dank und beste Grüße von

    Andreas

    #4566
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    Hallo Andreas,
    bei deinem ersten Post war noch die Rede davon,  dass alle 24 Rähmchen bzw. Waben bewohnt sind. Hat sich das inzwischen so schnell geändert?
    Eine komplett leere Wabe kann natürlich entnommen werden, bzw. du kannst sie auch einfach hinter das Schied hängen. Vor dem Schied verbleiben nur die Waben, auf denen das Volk sitzt bzw. wo Futtervorräte enthalten sind.

    Hast du nochmal überprüft, ob ausreichend Futter in der Box ist?

    Viele Grüße
    Rainer

    #4567
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    Hallo Rainer,

    in der Tat sind einige Waben geleert worden. Das Volk ist noch sehr aktiv und zeigte sogar noch etwas verdeckelte Brut. Die Futtermenge kann ich höchstens überschlagsmäßig schätzen, da ich nicht die Bienen abkehren und die Waben wiegen möchte. (Es sei denn, das muß sein …) Im Durchschnitt sollte es ein Kilo pro Rahmen sein, also ca. 16 kg. Reicht das bei einer solchen Volksstärke? Oder dezimieren sie sich im Winter stark?

    Beste Grüße von

    Andreas

    #4568
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    Das sollte auf jeden Fall reichen. Wobei man wissen sollte,  dass der Futterverbrauch bei milder Witterung ansteigt, weil das Volk wieder in die Brut geht. Ist es dagegen richtig kalt, dann sinkt der Verbrauch auf  1-1,5 kg pro Monat.

    Bei einem milden Winter muss man daher mehr auf den Futterverbrauch achten als bei frostigem Witterungsverlauf.

    #4570
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    Gut zu wissen. Nun mal angenommen, wir bekommen einen warmen Winter ohne Frost bzw. die richtige Kälte erst weit im nächsten  Jahr: Kann es sein, daß die Bienen dann weiter brüten und später noch zugefüttert werden müssen?

    #4571
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    Ja, das ist durchaus möglich. Wobei sich die Bruttätigkeit im Winter immer auf ein sehr kleines Brutnest beschränkt.

    Wenn im Herbst eine ausreichende Futtermenge im Volk war, dann dürfte es aber selbst in einem extrem milden Winter frühestens ab Mitte Februar / Anfang März kritisch werden, vorher nicht. Deshalb sollte man in dieser Zeit auch einen milden Tag abwarten und mal einen Blick auf die Vorräte werfen.

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