Box leer – Volk verstorben

  • #9268
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    Hallo zusammen,

     

    mein zweites Volk existiert, wie ich heute bemerkt habe, nicht mehr. Die box war bis auf eine Handvoll toter Bienen leer, die Rähmchen mit Honig prall gefüllt. Woran kann das liegen?

    meine Vermutung: ich musste im Sommer das ganze Brutnest quasi zerstören und Rähmchen für Rähmchen an die andere, fluglochnahe  Boxenseite umziehen. Kann dadurch das Volk irgendwie ausgestorben sein? Und ist der Honig jetzt noch verwertbar, insbesondere angesichts der im Sommer durchgeführten Ameisensäurebehandlung?

    Vielen Dank & frohe Weihnachten

    Wolfram

    #9269
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    .

    #9271
    Profilbild von Rüdiger

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    Hallo Wolfram,

    auch wenn eine Ferndiagnose schwierig ist dürfte der wahrscheinlichste Grund für das Sterben Deines Bienenvolkes die Varroa-Belastung sein. Hast Du den Varroa-Befall geprüft und eine Oxalsäurebehandlung gemacht? Der Honig dürfte nach der AS-Behandlung nicht mehr verwertbar sein.

    Trotzdem ein schönes neues Jahr wünscht Rüdiger

    #9272
    Profilbild von Konrad

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    Hallo Zusammen,

    Mir geht es fast wie Wolfram. Habe zwar im Sommer nicht im Stock umgebaut, war aber etwas spät mit der varoa Behandlung dran. So ist die verdunstungsrate Ende August zu schlecht gewesen. Hab es dann nach Pause von zwei Wochen Mitte September nochmals mit gleichen Misserfolg durchgeführt. Im Oktober über war jedoch im Volk richtig Hochbetrieb, sogar mit futtereinbringung durch die Bienen. Jetzt wollte ich am 23.12. bei 8 Grad die Oxalbehandlung machen, jedoch waren wie bei Wolfram fast keine Bienen da. Einige tote Bienen, Honig, ein paar Bienen erstarrt als wäre die Zeit beim Arbeiten stehen geblieben. Echt etwas unheimlich, eine Biene war sogar halb in der Wabe, als hätte sie gerade noch geputzt….

    traurig bin ich schon darüber von vorne anfangen zu müssen, da ich nur eine Box habe..

    gutes neues bienenjahr !

    konrad

    #9274
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    Also liegt das daran eher als an meiner Zerstörung des Brutnestes? Geht das so schnell, dass die Bienen trotz Behandlung im Sommer im Spätherbst tot sind?

     

    Und den Honig kann man wirklich für GAR nichts mehr verwenden? Kann man den nicht irgendwie doch an ein anderes Volk verfüttern? Ich weiß, Faulbrut, aber kann man das irgendwie prüfen?

     

    Danke & Gruß

     

    Wolfram

    #9275
    Profilbild von Chris

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    Hallo Wolfram und Konrad,

    der Verlust der Völker tut mir Leid. Es ist immer wieder eine schmerzliche Erfahrung, besonders wenn das einzige Volk war.

    Es ist aktuell ein ewiger Kampf mit der Varroa. Wenn die Behandlung zu spät kommt, dann steht man plötzlich vor leeren Kisten. Ich hätte schon prächtige Völker im September, die Ende Oktober leer waren. Das geht ganz schnell.

    Den Honig würde ich nicht mehr verwenden. Weder für den Eigenbedarf noch erst recht für andere Völker. Varroen übertragen auch einige Viren, die womöglich noch andere Völker belasten können. Warum also die verbleibenden Bienen möglicherweise infizieren. Wenn ich im Wald ein totes Reh finde, dann nehme ich mir auch nicht den Rücken mit oder verfüttere Teile davon an meinen Hund. Es klingt hart, aber ein totes Volk ist ein Tierkadaver.

    Wenn man aber etwas daraus lernt, so ist es zumindest nicht umsonst gestorben.

    Trotzdem wünsche ich Euch einen guten Start in das neue Jahr und lässt Euch von den Verlusten nicht unterkriegen.

    Grüße

    #9810
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    Bei acht Grad bitte keine Oxalsäurebehandlung machen. Unter 5 Grad sollte es schon sein mindestens! Besser noch kälter.

    Wieso musste das Brutnest denn „zerstört“ werden? Brut will gepflegt werden und dabei sollten wir möglichst nicht stören… oder hast du die Rähmchen nur verschoben?

    #9819
    Profilbild von Wolfram

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    Ok, das war nur etwas schwierig, wenn man es bis Ende Dezember gemacht haben sollte. Es war halt so warm.

     

    Das Problem war, dass ca. 6 Rähmchen komplett verwachsen waren und das Brutnest nicht an der Fluglochseite lag, sondern an der anderen. Ich habe halt vorsichtig versucht, die Rähmchen zu trennen und auf der anderen Seite wieder einzuhängen, in der Hoffnung, dass das so klappt. Ich wusste sonst nichts, was ich machen kann.

    #9837
    Profilbild von Hartmut

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    Und zerstört heist nun, dass die Waben dabei im Rahmen ausgerissen und dann heruntergefallen sind?

    Vom bloßen umhängen einiger Rähmchen auf die andere Beutenseite zerstört man doch ein Brutnest nicht?

    Hast Du Wabe für Wabe an verschiedenen Tagen umziehen lassen und so den Zusammenhang des Brutnestes zerstört, oder wie soll ich Deinen obigen Text verstehen?

    Hast Du nach der Umzugs-Aktion denn noch ein neues intaktes Brutnest mit Arbeiterinnenbrut vorgefunden? Wenn ja, auf wievielen Waben denn und gibt es Fotos vom neuen Brutnest?

    #9847
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    Hallo,

    glaube nicht das die „Zerstörung“ des Brutnests für den Tod des Volkes verantwortlich ist!

    Viel wahrscheinlicher ist, dass das Volk an Varroa eingegangen ist. Sehr wichtig ist ein rechtzeitiger Beginn der Behandlung! Ende Juli, Anfang August.

    Wg. Honig: Wenn du ihn nicht verkaufen willst würde ich ihn einfach mal probieren, AS und OS sind ja auch natürliche Bestandteile des Honigs.

     

    Grüße Alfons

    #9848
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    Naja ich habe sie schon peu a peu umgegangen, manche die zusammen gewachsen waren, habe ich versucht zu trennen. Es sind teile der Waben abgebrochen. Aber es klingt tatsächlich so, als hätte es eher an Varroa gelegen

    #9849
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    @Alfons:

    kann man den denn einfach konsumieren? Baut sich die Ameisensäure nicht nach mehreren Monaten ab?

    ist der Honig den kontaminiert, wenn das Volk an Varroa gestorben ist?

    #9855
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    Hallo Wolfram,

    Varroa ist ja jetzt keine Krankheit im eigentlichen Sinn. Wenn es wegen dem wäre dürfte man auch keinen Importhonig verzehren, der ist oft mit Faulbrutsporen kontaminiert!

    Deshalb wäre es auch keine gute Idee, bei Futternot jetzt Honig beim Discounter zu holen um eine Notfütterung zu machen.

    Und wie schon geschrieben, ist Ameisensäure ein natürlicher Bestandteil des Honigs. Einfach mal kosten, dann merkst du gleich ob er recht sauer schmeckt.

    Wg. „Volk wegen Eingriff Eingegangen“: wenn dabei die Königin gekillt wurde wäre das plausibel. Aber, wenn so was früh im Jahr passiert und noch jüngste Brut vorhanden ist, können sich die Bienen durch Nachschaffung selbst helfen.

    #9857
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    Ok, danke. Ich versuchs einfach 🙂

     

    Nein, die Königin hatte das Ganze überlebt. Jedenfall mache ich diesen Fehler mit den Waben jetzt nicht nochmal, auch wenn es letztlich vermutlich Varroa war.

    #9859
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    kleiner Tipp, auch wenn es heisst, man soll nicht so oft reinschauen: Beim Naturwabenbau machen die Bienen gern ihr eigenes Ding! Das heisst, sie bauen gern mal so wie es ihnen passt. Und nicht wie wir´s gern hätten.

    Darum, am Anfang öfter mal reinschauen und Wildbau rechtzeitig bereinigen!

    Sogar mit Anfangsstreifen bringen sie es fertig, über mehrere Rähmchen zu bauen 🙁

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