Bienenvolk umwohnen

  • #6263
    Profilbild von Björn

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    Guten Abend,

    ich bekomme am Freitagabend ein komplettes Bienenvolk auf insgesamt 11 Waben, davon 8 Brutwarben, jedoch auf dem Deutsch Normalmaß.

    Neben der Anleitung auf Bienenbox.de mit dem Umwohnen, habe ich folgende Idee und wollte mal Eure Meinung dazu haben:

    Ich besitze Kuntzsch-Hoch Rähmchen mit Draht. Daher überlege ich, ob ich die Waben aus den Rähmchen ausschneiden, in die Rähmchen der Bienenbox hineinhängen und in den Draht eindrücken. Zur Sicherheit würde ich noch Gummibänder außen herum machen. Dabei hätte ich zwar ein bisschen Verschnitt, würde aber schon ein großteil der Brutwarben erhalten.

    Die Bienen inkl. Königin würde ich in die Box einschlagen.

    Vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Lieben Gruß

    Björn

    #6480
    Profilbild von Stefan

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    Hallo, schade, dass noch niemand geantwortet hat, inzwischen dürftest Du vor vollendeten Tatsachen stehen, wenns mit dem Volk geklappt hat. Vielleicht kannst Du ja noch schreiben, was Du nun gemacht hast.

    Mir fallen da spontan zwei gewichtige Probleme ein: a) auch die alten DN-Rahmen sind vermutlich mit Drähten bespannt, da dürfte es schwierig sein, die Waben einigermaßen sauber und zerstörungsfrei rauszuschneiden; und b) die Waben sitzen ja nicht an einer Seite der Mittelwand sondern an beiden Seiten. In den Draht reindrücken dürfte ebenfalls schwierig (oder unmöglich?) sein, wenn man die Waben nicht total zermatschen will.

    Aber das nur meine Gedanken dazu. Vielleicht gehts ja doch? Ich bin auch nur ’n ahnungsloser Anfänger 🙂 Stefan

    #6485
    Profilbild von Johannes

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    Hallo Björn,

    theoretisch geht das was du da vor hast..jedoch ist es um einiges besser die Wabe in das Rähmchen zu stellen und dann den Draht um das Rähmchen zu wickeln..dann fällt das ganze Eindrücken weg.-> was bestimmt eine große Sauerei geben würde.

    Schöner und schonender für die Bienen ist jedoch das Umwohnen ohne etwas auszuschneiden.

    Grüße

    Johannes

    #7180
    Profilbild von Melanie

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    Hallo!

    Ich habe gelesen, dass man die DN-Rahmen auch hochkant in die Box stellen kann. Das Gelesene bezog sich zwar auf das Umwohnen in eine Golzbeute, aber die hat ja dasselbe Maß wie die Bienenbox. Vorher entfernt man die Ohren der Rähmchen mit einer Kneifzange. Unten kann man sie auf dünne Holzleisten stellen. Dann ergänzt man mit Mittelwänden und schiebt danach das Absperrgitter dahinter. Nach frühestens einer Woche, wenn die Königin auf den Mittelwänden brütet, kann man die alten Rähmchen hinter das Absperrgitter stellen. Die restliche Brut schlüpft aus den alten Waben, während im Brutraum das neue Brutnest aufgebaut wird. Nach ca. 1-2 Wochen fegt man die alten Rähmchen ab.

    Ich bekomme demnächst noch einen Ableger im DN-Maß und wollte es auf die Art und Weise mal probieren …

    LG Melanie

    P.S. Gelesen bei: „Bienenkiste, Korb und Einfachbeuten“ (F. Pohl).

    #7187
    Profilbild von Rainer

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    Ja, genau so kann man es bei DN-Rähmchen machen. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob das DN-Rähmchen mit seiner Breite von 370mm (ohne Ohren) hochkant komplett in die BienenBox rein passt. Wenn es nach der technischen Zeichnung geht, dann schauen die Rähmchen 10mm oben aus der Box raus.

    In diesem Fall würde ich mit einer Holzleiste 20x10mm die Beute oben auffüttern, damit der Deckel sauber aufliegt.

    #9031
    Profilbild von Leon

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    Hallo zusammen, ich hol den Thread mal wieder hoch, weil er genau in meine Situation passt.

    Ich habe hier eine leere Bienenbox und bekomme am Samstag einen 6-Waben Ableger im WBC Maß (35cm ohne Ohren x 21,5cm).

    Mir stellen sich jetzt drei Möglichkeiten:

    1. Umhängen (90 Grad hinter dem Absperrgitter) und Mittelwände im fluglochnah.

    2. Umschneiden (WBC in Kuntzsch anpassen und festnageln)

    3. WBC hochkant in die Box stellen und mit Kuntzsch Mittelwänden auffüllen.

    Was könnt ihr mir vom Ansatz her am ehesten empfehlen? Auch im Hinblick auf die Jahreszeit.

    Beste Grüße,

    Leon

    #9032
    Profilbild von Rainer

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    Hi Leon,
    ich würde dir eine Kombination von 1 und 2 empfehlen, hat sich am besten bewährt. Zumindest eine Wabe würde ich ausschneiden und in ein Kuntzsch-Rähmchen einpassen. Dieses dann zusammen mit der Königin und weiteren leeren Kuntzsch-Rähmchen vor das Absperrgitter. Dies sorgt dafür, dass tatsächlich auch genügend Bienen bei der Königin bleiben und im vorderen Bereich bauen. Die restlichen Rähmchen dann hinter das Absperrgitter, diese sind nach 21 Tagen brutfrei und können entnommen werden.
    Grüße
    Rainer

    #9036
    Profilbild von Melanie

    Bienenhalter

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    Hallo Leon!

     

    Hier die Seiten, die du bei mir angefragt hast über das Umwohnen in der Golzbeute. Hoffentlich hilft es dir!!!

     

    Viel Erfolg!

    Melanie

    #9037
    Profilbild von Rainer

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    Hi Melanie,
    das Original dieser Anleitung auf der BienenBox-Homepage stammt ja ursprünglich von mir! Aber die Praxis hat gezeigt, dass es nicht immer so reibungslos klappt wie in der Theorie beschrieben.
    Ich habe jetzt schon zwei Mal erlebt, dass für mehr als 2 Wochen die Königin im vorderen Teil der Beute saß, nur von einer Handvoll Pflegebienen begleitet, während das gesamte Restvolk hinten bei den Waben war.
    Möglich, dass sich nach dem kompletten Schlupf der Brut, also nach drei Wochen, die Situation geändert hätte. Aber es ist auch nicht gut für die Königin, wenn sie so lange Zeit nicht legen kann.
    Man muss also einen Anreiz schaffen, dass sich ein Teil des Volks auch im vorderen Teil der Beute aufhält. Und das erreicht man am besten, indem man zumindest eine Brutwabe dort hängen hat.

    Grüße
    Rainer

    #9063
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    Hallo ihr beiden,

    vielen Dank für Eure Hilfe soweit!

    Der Ableger steht jetzt seit ca. einer Woche auf meinem Balkon und sieht recht munter aus.

    http://abload.de/image.php?img=img_20170627_165102wpk0w.jpg

    http://abload.de/image.php?img=img_20170627_165111qlklz.jpg

    http://abload.de/image.php?img=img_20170627_1651172tkuu.jpg

    Die Rahmen sind ein wenig zu lang für die Kuntzsch Rahmen, d.h. ein paar Zentimeter werde ich abschneiden müssen in der Breite (bzw. jetzt Höhe):

    http://abload.de/image.php?img=img_20170627_1716093ikfz.jpg

    Morgen würde ich dann gerne die Rahmen in die BienenBox umhängen. Ich werde dann wohl deinem Ratschlag folgen Rainer sowohl umschneiden als auch umhängen. Folgende Fragen bleiben mir dazu noch:

    1. Warum nur einen Rahmen umschneiden? Besser zwei oder drei? Am besten Brutwaben und Futter?

    2. Wie lange Zeit habe ich dafür einen Rahmen mit Brut umzuschneiden, bevor die ohne Bienen auskühlt?

    3. Mein Flugloch ist an der kurzen Seite der Bienenbox, d.h. ich würde von momentan Kaltbau auf Warmbau wechseln. Ist das ein Problem?

    4. Was mache ich nach 21 Tagen mit den Rahmen? Theoretisch lagern bis ich nächstes Jahr mal mehr zum Einschmelzen habe, oder?

    5. Was wenn nach 21 Tagen noch Futter in den umgehängten Rahmen sind, oder die Bienen anfangen in den Waben dort den zugefütterten Zucker einzutragen?

    Liebe Grüße

    Leon

    #9068
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    Hi Leon,
    Futterwaben brauchst du im vorderen Bereich der Beute nicht einhängen, das holen sich die Mädels schon von hinten. Natürlich kannst du auch mehr als eine Wabe umschneiden, die von mir genannte „eine“ ist eben das Miniumum.
    Ich wohne in einer Zander-Region, deshalb habe ich bislang auch immer nur Zander-Waben umgeschnitten. Und da verteile ich dann eine halbierte Zander-Wabe auf zwei Kuntzsch-Rähmchen. Also habe ich ohnehin schon mal zwei Rähmchen vorne hängen.

    Wenn alles gut vorbereitet ist, dauert das Umschneiden einer Wabe ca. 5 Minuten. Mit zwei linken Händen maximal 10… da besteht noch lange keine Gefahr, dass die Brut verkühlt.

    Kalt- oder Warmbau: das Flugloch der BienenBox befindet sich ja so weit außen an der Box, dass man ohnehin nur bei den ersten Waben von Kaltbau sprechen könnte. Ab der 7. oder 8. Wabe ist dann alles Warmbau. Der Wechsel des Fluglochs von der Längs- auf die Querseite sollte keine Probleme machen.

    Die ersten Rähmchen aus dem hinteren Teil der Box dürften auch schon vor Tag 21 leer sein, ich würde sie dann baldmöglichst entnehmen. Etwas Futter dürfte noch drin sein, aber nichte allzu viel. Neues Futter werden die Mädels dort nicht mehr eintragen, weil sich das neue Brutnest doch deutlich weiter vorne befindet.

    Was du mit den alten Waben machst, bleibt dir überlassen. Ob es sich lohnt, die paar Waben aufzuheben? Ich würde sie zeitnah einschmelzen. Mit einem alten Topf ist das ja schnell erledigt.

    Grüße
    Rainer

    #9069
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    Ha, lieber Rainer, danke für die ganzen Hinweise.

    Habe das Umwohnen heute Nachmittag erledigt. War ne große Aufregung und mein Balkon voll mit Bienen, hat sich aber wieder gelegt jetzt.

    Eine Brut/Pollenwabe habe ich umgeschnitten und sofort vor das Flugloch gehängt, dann 6 Kuntzsch Mittelwände, Absperrgitter, dann 5 alte WBC-Rahmen 90 Grad verdreht.

    Gleich stelle ich noch zwei Futterbehälter unter die alten Rahmen und mache eine Fluglochverkleinerung drauf (2,5 cm).

    Königin habe ich gut finden können und dann in den flugnochnahen Bereich geschüttelt.

    Auf Weiselzellen habe ich in der Aufregung nicht kontrollieren können, das muss ich zeitig noch mal machen.

     

     

     

    #9070
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    Habe die Futterbehälter gestern nicht mehr eingestellt, aber habe heute einige fremde Bienen an und um die Box herum gesehen, auch mal eine Wespe.

    Habe ein wenig Angst, dass es sich um Räuberei handelt. Bei dem Umschneiden ist ja schon ein wenig Honig ausgetreten. Werde morgen in der Mittagspause mal an der Box vorbeischauen, aber habe jetzt schon mal eine Fluglochverkleinerung reingemacht, dass nur noch eine Biene durchpasst.

     

    Kann ich wohl trotzdem mit Zuckerlösung füttern?

    #9072
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    Du solltest nach Möglichkeit am späten Abend füttern, wenn kein Flugbetrieb mehr stattfindet. Und dann nicht allzu viel, ca. 0,5 Liter. Das haben die Bienen bis zum nächsten Tag weitgehend verarbeitet, dadurch wird die Gefahr von Räuberei minimiert.
    Und natürlich nicht kleckern 😉

     

    #9078
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    Habe heute der Box in der Mittagspause einen Besuch abgestattet. Flugbetrieb war i.O., aber es gab einzelne (große) Bienen, die recht hektisch ihre Kreise gezogen haben um die Beute herum gesaust sind, gegen die Scheiben geflogen, dann wieder 3 Meter in die Luft und zurück. Das waren vielleicht so 3-4 auf einmal.

    Keine Anzeichen von Keilereien außerhalb der Beute, aber hier meine Vermutung:

    Habe heute die Beute geöffnet um Zuckerlösung reinzustellen. Bienen sitzen sowohl auf den alten Waben aber auch auf den Mittelwänden und ich hoffe die fangen da an zu bauen. In dem Teil mit den alten Waben (hinter dem Absperrgitter) lagen aber gut 30 tote Bienen auf dem Gitter. Kann die Keilerei auch in diesem Raum unter den Waben stattgefunden haben? Ich habe schon tagsüber im hinteren Bereich viele Bienen fliegen hören. Ist das normal?

    Bin immer noch sehr besorgt, man liest viel schlimmes über Räuberei.

    Notfalls werde ich ein Räubergitter anbringen, aber vielleicht möchte ich erst mal feststellen ob es sich tatsächlich um Räuberei handelt.

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