Bienenbefall bei Arbeitskollegen

  • #9109
    Profilbild von Andrej

    Interessiert

    Hallo,

    mein englisch-sprechender Arbeitskollege hat seit einigen Wochen ein Bienenvolk in seinem Mauerwerk im Dach leben. Sie scheinen sich seit dem letzten Unwetter dort eingenistet zu haben.
    Wir suchen nach Moeglichkeiten, die Bienen abzugeben. Erschwert wird das ganze aber dadurch, dass die Koenigin nicht einfach zu erreichen ist. Wahrscheinlich muesste dafuer das Mauerwerk angebohrt werden. Uns ist nicht klar, wie dort die z.b. Rechtslage aussieht. Muss der Vermieter solchen Arbeiten und anschliessenden Reparaturen zustimmen oder gar bezahlen? Ich habe mal ein Bild angehaengt.

    Falls es nicht moeglich ist sie zu weg zu bekommen, gibt es einfache Moeglichkeiten dafuer zu sorgen, dass sie erstmal nicht krank werden (durch Milbenbefall und aehnliches)?</div>

    Lieben Gruss,
    Andrej

    #9111
    Profilbild von Rainer

    Bienenhalter

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    Hi Andrej,
    im Mauerwerk?
    Nun, da müsste ja auf jeden Fall hinter der Mauer ein größerer Hohlraum sein, sonst nistet sich da kein Bienenvolk ein.
    Ja, ich denke schon, dass der Vermieter zustimmen muss, wenn man die Hauswand aufbricht. Denn mit ein paar kleinen Bohrlöchern ist es da ja nicht getan. Und wenn er dann zustimmt, dass die Bienen dort entfernt werden, muss er sicher auch die Rechnung übernehmen. Denn der Mieter kann ja nichts dafür, dass dort ein Bienenschwarm einzieht.
    Kontrollieren oder gar pflegen im Sinne einer Varroabehandlung o.ä. kann man da sicher nicht.
    Man könnte evtl. versuchen, die Bienen mit viel Rauch zum Auszug zu bewegen. Die Erfolgschancen würde ich mal mit 50% ansetzen, es käme auf einen Versuch an.

    #9113
    Profilbild von Sabine und Dennis

    Bienenhalter

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    Behausung: BienenBox

    Hallo, also ich denke auch, dass der Vermieter zustimmen muss bzw. ist es eigentlich auch seine Aufgabe sich drum zu kümmern die Mietsache benutzbar zu halten.

    Dies kann natürlich bedeuten, dass für den Vermieter eine wirtschaftliche Lösung via Kammerjäger oder Paral angestrebt wird.

    Bei artgeschützen Tieren würde man, denke ich versuchen umzusiedeln und da wären auch die Kosten zu tragen. Ggf. vielleicht auch durch eine Versicherung? Aber bei Bienen liegt hier, denke ich (vielleicht liege ich auch falsch), leider kein rechtlicher Zwang hinsichtlich deren Überleben vor und wenn die Kosten unverhältnismäßig ausfallen bleibt auch die Moral auf der Strecke. Ich befürchte für diese Bienen nichts gutes.

    Ich habe mal Videos von Imkern gesehen, die mit einer Art Staubsauger die Völker aus Mauern und Ritzen heraussagen und somit zumindest wenn nicht das Nest, zumindest das Volk retten.

    Vielleicht einfach der anrufen bei  der lokalen  Feuerwehrdiensstelle. Die haben doch ihre Kontakte zur Evakuierung stechender Insektenstaaten und vielleicht auch eine passende Speziallösung die allen gerecht wird.

    Ganz wichtig sollte auch sein, nachdem eine Lösung gefunden wurde die Mauer so zu verschließen, dass keine Neubesiedlung stattfinden kann.

    Halte uns bitte auf dem Laufenden. Es interessiert uns sehr wie es ausgegangen ist. Hoffentlich gut für die Bienen.

    Beste Grüße

    Sabine und Dennis

     

    #9183
    Profilbild von Thomas

    Bienenhalter

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    So hart das klingt: ich würde das Volk töten. Es ist wie schon geschrieben sehr schwierig, ein Volk aus einer Mauerritze mit dahinter liegendem Hohlraum zu bekommen. Wenn sie frisch eingezogen sind, geht es mit einem Stückchen Wabe mit junger Brut (manchmal). Solche verwilderten Völker werden zu Varroabrutstätten, und damit zu einem Reinfektionsherd für die umliegenden Imker, spätestens in zwei bis drei Jahren, wenn das Volk zusammenbricht und die Reste ausgeräubert werden

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